09.02.200925.168 Brandenburger unterstützten Volksbegehren gegen neue Tagebaue | 01/2009

Landesabstimmungsleiter Küpper teilt vorläufiges Ergebnis mit

Heute endete die viermonatige Eintragungsfrist für das Volksbegehren „Keine neuen Tagebaue - für eine zukunftsfähige Energiepolitik". Innerhalb der letzten vier Monate - in der Zeit vom 10. Oktober 2008 bis zum 9. Februar 2009 - konnten alle eintragungsberechtigten Brandenburgerinnen und Brandenburger durch Eintragung in die amtlichen Listen, die bei den örtlichen Abstimmungsbehörden auslagen, das Volksbegehren unterstützen.

Nach der ersten Zusammenfassung der eingegangenen Daten aus den Landkreisen und kreisfreien Städten gibt Landesabstimmungsleiter Bruno Küpper als vorläufiges Ergebnis bekannt:

Insgesamt haben sich 25.612 Bürgerinnen und Bürger am Volksbegehren beteiligt. Das sind 1,20 Prozent der eintragungsberechtigten Brandenburgerinnen und Brandenburger (2,13 Millionen). Davon waren nach erster Prüfung 444 Eintragungen ungültig. Somit haben 25.168 Brandenburgerinnen und Brandenburger das Volksbegehren unterstützt. Den größten Zuspruch fand das Volksbegehren mit 5897 gültigen Unterschriften im Landkreis Spree-Neiße, die geringste Beteiligung wurde mit 224 Unterschriften im Landkreis Prignitz verzeichnet. 

Die Eintragungen gliedern sich regional wie folgt auf:

Territorialkreise

Eintragungen
insgesamt

davon
gültig

Eintragungs-
berechtigte

Abstimmungs-
beteiligung in %

Kreisfreie Städte

Brandenburg an der Havel

615

612

 62 827

0,98

Cottbus

1518

1515

 87 328

1,74

Frankfurt (Oder)

587

583

 51 908

1,13

Potsdam

4115

4047

 122 558

3,36

Landkreise

Barnim

1271

1263

 149 809

0,85

Dahme-Spreewald

1011

1005

 135 711

0,74

Elbe-Elster

920

914

 100 974

0,91

Havelland

748

644

 128 751

0,58

Märkisch-Oderland

967

962

 162 005

0,60

Oberhavel

985

967

 168 628

0,58

Oberspreewald-Lausitz

549

546

 109 153

0,50

Oder-Spree

2861

2784

 158 198

1,81

Ostprignitz-Ruppin

520

518

 90 042

0,58

Potsdam-Mittelmark1

1552

1497

 169 194

0,92

Prignitz

224

224

 74 104

0,30

Spree-Neiße

5962

5897

 113 248

5,26

Teltow-Fläming

775

761

 135 711

0,57

Uckermark

432

429

 114 085

0,38

Land Brandenburg

25612

25168

2 134 234

1,20

1) ohne die Stadt Werder (Havel)

 

Das Volksbegehren „Gegen neue Tagebaue - für eine zukunftsfähige Energiepolitik" wurde durchgeführt, nachdem die Initiatoren im Rahmen einer gleichnamigen Volksinitiative 24.212 gültige Unterschriften gesammelt hatten. Für den Erfolg einer Volksinitiative sind mindestens 20.000 gültige Unterstützungsunterschriften notwendig, für ein erfolgreiches Volksbegehren werden mindestens 80.000 gültige Unterschriften benötigt (Artikel 76 Abs. 1 und Art. 77 Abs. 3 der Landesverfassung).

Am 16. Februar 2009 wird ab 15.00 Uhr in einer öffentlichen Sitzung im Ministerium des Innern, Haus N, Raum 416 der Landesabstimmungsausschuss das endgültige Ergebnis des Volksbegehrens zusammenfassen und dieses mit dem Prüfbericht dem Präsidenten des Landtages zuleiten. Das Präsidium des Landtages entscheidet danach, ob das Volksbegehren ordnungsgemäß zustande gekommen ist oder nicht.

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